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25. Januar 2020

Analyse: Korrelation von Februar und Sommer

Aktuell laufen wieder die Spekulationen auf Hochtouren, wie denn der Sommer verlaufen wird. Einige prophezeien einen Hitzesommer, die anderen einen Sommer mit wenig Hitze.
Auch Langfrist-Experte Ivo Brück prognostiziert aktuell einen eher kühlen Sommer. Begründet wird dies damit, dass es nun erstmal einen Stopp der Erwärmung geben wird. Siehe dazu ein Video seines Youtube-Kanals: Kaltzeit naht trotz Super-Mildwinter. Hier hören wir etwas von sogenannten "Blöcken" (Brück, 01/2020). Bestätigen können wir dies derzeit nicht, allerdings kann es auch nicht ausgeschlossen werden.
In einem neuen Video geht Brück auf die Korrelation von Februar und Sommer bzw. sogar des ganzen Jahres ein. Zu finden ebenfalls auf deinem Youtube-Kanal: Rekord-Mildwinter gescheitert. Nach Brück hat ein trocken-kalter Februar zumeist einen Hitzesommer zur Folge. Ein verregnet-milder Februar entsprechend das Gegenteil. Dies haben wir uns genauer angeschaut.

Sorgt ein trocken-kalter Februar für einen heißen Sommer?

Wie wir aus Brücks Video erfahren haben, sorgt ein trocken-kalter Februar also für einen Hitzesommer. Dies haben wir mal näher analysiert:
Als trocken-kalt haben wir Monate eingestuft, welche nur die Hälfte des Niederschlagssolls aufgewiesen haben, sowie welche kälter als -1 K zum Referenzzeitraum 1961-1990 waren. Im Zeitraum 1881-2017 haben wir insgesamt 11 solcher Monate gefunden. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd. In nur 2 der Fälle folgte ein Sommer mit mehr als 1 K Abweichung zum Mittel. 
Also halten wir erstmal fest: Ein trocken-kalter Februar sorgt nur in etwa 18% aller Fälle für einen Hitzesommer. Wir ziehen nicht mit Brücks Behauptung mit.

Allerdings prognostiziert Brück aktuell einen verregneten Februar. Also die Gegenprobe. Sorgt ein feucht-milder Februar also für einen eher kühleren Sommer?
Als feucht-mild haben wir Monate eingestuft, welche mehr als 150% des Niederschlagssolls aufgewiesen haben, sowie welche milder als +1 K zum Referenzzeitraum 1961-1990 waren. Im Zeitraum 1881-2017 haben wir insgesamt 17 solcher Monate gefunden. Diesmal war das Ergebnis überraschend: In knapp 71% dieser Fälle folgte ein Sommer mit einer Abweichung unter +1 K. 

Zyklen lassen keine Rückschlüsse zu

Wie in unserer Winterprognose haben wir bereits auf den Februar hingewiesen. Mild und eher durchschnittlich nass. Dies lässt keine wirklichen Rückschlüsse auf den Sommer zu.
Natürlich werden wir im Mai ausführlich über den Sommer berichten.

4. Januar 2020

Verifikation: Dezember 2019 (Winterprognose Update)

Ein Beitrag vom Gastautor Jonas

Der Dezember hat fertig. Wir können somit eine erste Verifikation für unsere Winterprognose unternehmen. Schauen wir, wie sich unsere zyklenbasierte Prognose geschlagen hat. Wie gewohnt nehmen wir auch hierfür die Deutschen Flächenmittel nach Hussing (Bernd-Hussing.de).
Insgesamt können wir mit unserer Prognose zufrieden sein. Insbesondere der Niederschlag wurde sehr gut getroffen. Der Sonnenschein sorgt zwar leider für einen Fehltreffer, aber das reicht noch lange nicht für eine Vollpleite. Betrachten wir die einzelnen Parameter genauer.
Die Temperaturabweichung haben wir vom Trend her korrekt erkennen können. Jedoch haben wir das Ausmaß der Milde unterschätzt. Wir erinnern uns: drei weiche Mildzyklen standen einer harten Kaltzykle gegenüber. Wir gingen von einem Zyklen-Patt aus, mit leichtem Vorteil für die milde Seite. Jedoch hat sich mild krachend durchgesetzt. Woran lag dies? Hier können wir zwei Theorien aufstellen: i) Durch die unklare Monatszyklen-Situation hat sich die Jahreszeitliche 6-Jahres Mildwinter-Zykle (2001-2007-2013-2019) durchsetzen können und das Patt in die entscheidende Richtung gelenkt. In kommenden Prognosen und Verifikationen werden wir sehen, ob sich dies bewahrheitet. ii) Zyklen-Experte Christian V. weist auf eine 13-Monats Mildzykle hin, die laut ihm den Dezember deutlich zu mild hat werden lassen. Zyklen, die nicht in jährlich regelmäßigen Intervallen stattfinden, können vom Zyklographen nicht detektiert werden. Somit erscheint diese These realistisch. Es sei erwähnt, dass eine zuvor unentdeckte Zykle ebenfalls Auswirkungen auf den Dezember gehabt haben könnte: Die 45-Jahres Zykle (1884-)1929-1947-2019.
Unsere Niederschlagsprognose war ein echter Volltreffer. Mit 84% des Mittels fällt der Monat, wie vorhergesagt, leicht trocken aus. Wir haben die Situation (Vier Trockenzyklen vs zwei Nasszyklen, davon eine hart) vollkommen korrekt eingeschätzt. Wir machten den „Sieg“ der Trockenfraktion vor allem an der „eindrucksvollen 21-Jahres Trockenzykle fest“. Mit diesem Dezember ist die Zykle nun ganze sieben Male zuverlässig eingetreten.
Nun zum Wermutstropfen, der unsere Prognose eine sehr gute Note leider verwehrt hat: der Sonnenschein. Wir gingen von einer klaren Prognose aus: Der Dezember wird aufgrund seiner konkurrenzlosen, harten Trübniszykle leicht trüb. Der Fehltreffer kann unserer Meinung nach nur durch den abschwächenden Trend der Zykle erklärt werden. Die Zykle war 2019 bereits so schwach, dass sich die Jahreszeitlichen Hellzyklen durchgesetzt haben müssen.

Fazit

Wie zur Veröffentlichung der Prognose bereits erwähnt, waren einige Zyklen-Aufstellungen im Dezember schwer zu interpretieren („Der Dezember ist mit größeren Unsicherheiten verbunden“). Dennoch haben wir uns gut geschlagen. Interessant: Bei einer unklaren Monats-Situation scheinen sich Jahreszeitliche Zyklen durchgesetzt zu haben. Die Jahreszeitlichen Mild- und Hellzyklen sind dank des Dezembers voll auf Kurs. Überraschend: es starben gleich drei harte Zyklen. Möglicherweise verschießen harte Zyklen ihr Pulver schnell und sind somit kurzlebiger? Wir können zufrieden mit der Prognose sein und schauen zuversichtlich Richtung Januar.

In Memoriam

Folgende Zyklen sind leider unterbrochen worden oder gestorben:
*1890 (3 Treffer): 43-Jahres Kaltdezember-Zykle (hart)
*1884 (3 Treffer): 45-Jahres Nassdezember-Zykle (hart)
*1979 (4 Treffer): 10-Jahres Nassdezember-Zykle
*1959 (3 Treffer): 20-Jahres Trübdezember-Zykle (hart)