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24. März 2020

Zyklographie: (Rest vom) Frühjahr 2020

Ein wenig verspätet wollen wir uns dem Frühling widmen. Wir haben aus unserer Winter-Verifikation einige Lehren gezogen, die wir nun anwenden möchten. Zum einen werden wir bei der Monatsprognose nun zusätzlich zu den „regulären“ Zyklen auch jeweils eine Zyklographen-Suche nach Langstrecken- und Vieltreffer-Zyklen miteinbeziehen. Also Zyklen, die nicht zwangsläufig einen besonders großen Ausschlag haben müssen, aber oft eingetreten sind. Auch diese haben einen Einfluss.
Nicht zuletzt haben wir gesehen, dass Jahreszeiten-Zyklen sich dominant gegenüber Monatszyklen verhalten. Dies werden wir ab sofort bei der Einordnung in Betracht ziehen. Als kleinen Service verlinken wir nun zusätzlich direkt zu der jeweiligen Zyklographen-Anfrage. Wir starten mit einer Auflistung aller entdeckten Zyklen. Die Einordnung und Prognose erfolgen am Ende des Beitrags. Beginnen wir mit den Monatszyklen für April und Mai.

April – Temperatur (Abw. in K zu 61-90)

Mildzyklen

Zykle A entdeckt (hart)
27-Jahres-Zykle
>1939>1966>1993(>2020)
   1.24   1.21   2.96

Zykle B entdeckt
11-Jahres-Zykle
>1987>1998>2009(>2020)
   1.67   1.45   4.43

Zykle C entdeckt
5-Jahres-Zykle
>1995>2000>2005>2010>2015(>2020)
   1.08   2.75   1.86   1.29   1.02

Zykle A-Lang entdeckt
7-Jahres-Zykle
>1985>1992>1999>2006>2013(>2020)
   0.22   0.4   1.5   0.64   0.7

Zykle B-Lang entdeckt
4-Jahres-Zykle
>1988>1992>1996>2000>2004>2008>2012>2016(>2020)
   0.58   0.4   1   2.75   1.95   0.24   0.75   0.49

Zykle C-Lang entdeckt
3-Jahres-Zykle
>1993>1996>1999>2002>2005>2008>2011>2014>2017(>2020)
   2.96   1   1.5   0.66   1.86   0.24   4.19   3.37   0.02

Kaltzyklen

Keine



Sechs Mildzyklen, keine kalten. Erwähnenswert: die 3-Jahres Vieltrefferzykle mit neun Treffern seit 1993.

April – Niederschlag (Abw. in % zu 61-90)

Trockenzyklen

Zykle A entdeckt
38-Jahres-Zykle
>1906>1944>1982(>2020)
   57.73   72.16   67.35

Zykle B entdeckt
36-Jahres-Zykle
>1912>1948>1984(>2020)
   61.86   69.76   69.93

Zykle C entdeckt
23-Jahres-Zykle
>1951>1974>1997(>2020)
   69.42   36.6   78.01

Zykle D entdeckt
8-Jahres-Zykle
>1988>1996>2004>2012(>2020)
   43.3   39.69   68.9   73.37

Zykle E entdeckt
3-Jahres-Zykle
>2011>2014>2017(>2020)
   42.96   72.85   71.13

Nasszyklen

Keine



Fünf Trockenzyklen gelten für den April. Erneut konkurrenzlos.

April – Sonne (Abw. in % zu 61-90)

Trübniszyklen

Keine


Helle Zyklen

Zykle A entdeckt
23-Jahres-Zykle
>1951>1974>1997(>2020)
   129.54   137.28   118.02

Zykle B entdeckt
5-Jahres-Zykle
>2005>2010>2015(>2020)
   119.91   141.77   146.06


Zwei Zyklen sprechen für einen sonnigen April.


Mai – Temperatur

Mildzyklen

Zykle A entdeckt
9-Jahres-Zykle
>1993>2002>2011(>2020)
   2.53   1.67   1.77

Zykle B entdeckt
4-Jahres-Zykle
>2008>2012>2016(>2020)
   2.41   2.11   1.59

Zykle A-Lang entdeckt
22-Jahres-Zykle
>1910>1932>1954>1976>1998(>2020)
   0.21   0.42   0.07   0.74   1.93

Zykle B-Lang entdeckt
3-Jahres-Zykle
>1999>2002>2005>2008>2011>2014>2017(>2020)
   1.66   1.67   0.66   2.41   1.77   0.3   2.03


Kaltzyklen

Keine



Vier weiche Mildzyklen stehen konkurrenzlos auf dem Temperaturplan für Mai.

Mai – Neiderschlag

Trockenzyklen

Zykle A entdeckt
43-Jahres-Zykle
>1891>1934>1977(>2020)
   81.31   45.33   52.58

Zykle B entdeckt
40-Jahres-Zykle
>1900>1940>1980(>2020)
   75.03   82.98   56.35

Zykle C entdeckt
22-Jahres-Zykle
>1954>1976>1998(>2020)
   71.97   79.78   62.9

Zykle A-Lang entdeckt (hart)
19-Jahres-Zykle
>1925>1944>1963>1982>2001(>2020)
   62.06   63.74   72.11   87.31   56.21

Nasszyklen

Keine



Ein interessantes Bild. Auch der Niederschlag scheint eindeutig. Vier Trockenzyklen gegen keine einzige Nasszykle.

Mai – Sonne

Bezüglich der Sonne im Mai konnten wir keine signifikanten Zyklen aufspüren.




Gesamtfrühling – Temperatur

Mildzyklen

Zykle A entdeckt
13-Jahres-Zykle
>1981>1994>2007(>2020)
   1.6   1.28   2.94

Zykle B entdeckt
9-Jahres-Zykle
>1993>2002>2011(>2020)
   1.86   1.41   2.44

Zykle C entdeckt
6-Jahres-Zykle
>2002>2008>2014(>2020)
   1.41   1.14   2.36

Zykle D entdeckt
3-Jahres-Zykle
>2008>2011>2014>2017(>2020)
   1.14   2.44   2.36   1.94

Kaltzyklen

Keine



Jahreszeitlich betrachtet haben wir es mit vier Mildzyklen zu tun.

Gesamtfrühling – Niederschlag

Trockenzyklen

Zykle A entdeckt
46-Jahres-Zykle
>1882>1928>1974(>2020)
   79.96   80.48   64.91

Zykle B entdeckt
8-Jahres-Zykle
>1996>2004>2012(>2020)
   69.79   78.87   57.62

Nasszyklen

Keine



Zwei Trockenzyklen, keine Nasszykle. Dies bestätigt den April und Mai.

Gesamtfrühling – Sonne


Wir konnten keinerlei signifikante Sonnenscheinzyklen für die Gesamtjahreszeit entdecken.



Einordnung und Prognose

An dieser Stelle wollen wir beide (Leon & Jonas) uns anhand der Ergebnisse jeweils an einer Prognose und Einordnung für den April, den Mai und den gesamten Frühling versuchen. Diese erfolgte unabhängig voneinander.

Einschätzung – Jonas

Insgesamt ist festzustellen, dass die Zyklen eine scheinbar eindeutige Lage präsentieren. Dies erstreckt sich durch alle untersuchten Zeiträume. Könnte der Schein trügen? Ich vertraue den Zyklen. Solch ein eindeutiger Trend kann kaum für eine Vollpleite sorgen. Daher lautet meine Einschätzung wie folgt:
Den April sehe ich als trockenen und sonnigen Monat. Ich gehe so weit zu sagen, dass der April der sonnigste Monat der Jahreszeit wird. Der März wird vermutlich nahe am Sonnendurchschnitt enden, für den Mai sind keine starken Sonnenzyklen zu finden. Die jahreszeitlichen Zyklen verlangen nicht zwangsläufig Sonne, eine schwache 3-Jahres-Zykle 2011-2014-2017 könnte hier jedoch die Strippen in der Hand halten. Wenn die Sonne besonders zum Vorschein tritt, dann muss dies folglich im April geschehen. Ich tippe auf 120 % Sonnenschein im Vergleich zum langjährigen Mittel. Was den Niederschlag anbelangt zeigen sich enorm starke und viele Zyklen auf. Diese werden nicht täuschen - ich tippe auf ca. 65 % (Niederschlag). Der April wird der trockenste Frühlingsmonat werden. Nun zur Temperatur - auch hier viele Zyklen auf einer Seite. Eine genaue Einschätzung ist jedoch gerade bei der Temperatur knifflig. Die Aprilzyklen sind mild, aber nicht extrem mild. Die jahreszeitlichen Zyklen zeigen jedoch etwas stärkere Milde. Auf Basis meiner Sonnenschein-Einschätzung könnte der April einige der schwächeren Zyklen übertreffen. Ich tippe auf +2 K Temperaturabweichung.
Kommen wir zum Mai. Ein ähnliches Bild zeigt sich hier. Kaum kollidierende Zyklen, alles läuft in eine Richtung. Die Mildzyklen scheinen etwas stärker ausgeprägt als im April, allerdings sagen die Zyklen keine übermäßige Sonneneinstrahlung voraus. Somit tippe ich für den Mai ebenfalls auf +2 K Temperaturabweichung. Tendenziell wird er minimal weniger hoch abweichen als der April, das ist aber reines Bauchgefühl. Für den Sonnenschein tippe ich auf Durchschnittskost. Eventuell leicht niedrig, um den Sonnenapril auszugleichen und die Jahreszeiten-Zyklen zu erfüllen (sprich: keine klare Tendenz). 95 % Sonnenschein. Der Mai wird ebenfalls trocken. Auf Basis der vorliegen Zyklen tippe ich auf 70 % Niederschlag.
Insgesamt ergäbe sich (unter vorläufigem Fazit des März) folgende Prognose für die Jahreszeit: Der Frühling wird mild: +2 K sehe ich als wahrscheinlich an. Der April – eventuell sogar noch der März – werden die Sonne leicht über den Schnitt heben. 110 % Sonne. Trockenheit wird das Markenzeichen der Jahreszeit werden. Ich rechne mit 75 % des normalen Niederschlags. Dafür wird die Dominanz der Jahreszeiten-Zyklen Sorge tragen. Der Frühling könnte somit eine neue Dürreperiode einläuten.

Einschätzung – Leon

Die Zyklen zeigen ein auffällig einheitliches Bild. Aber macht dies wirklich die Prognose einfacher, oder gibt es einige unbeachtete Nebenfaktoren? Ich bin eher vorsichtig mit meiner Einschätzung, da mir die eindeutige Zyklenlage ziemlich trügerisch scheint:
Den April sehe ich mild und trocken. Wir haben es zwar mit zahlreichen Mildzyklen zu tun, diese sind allerdings oft ziemlich schwach. Ich gehe von einem April aus, der bei ca. +1,5 bis +2 K enden wird, es wird der Frühlingsmonat mit der stärksten Abweichung zum Klimamittel. In Sachen Niederschlag haben wir es mit ziemlich starken Trockenzyklen zu tun. Etwa 70 % Niederschlag des Monatsmittels erwarte ich. Der April wird zugleich der trockenste Frühlingsmonat (in Bezug auf Abweichungen). Beim Sonnenschein sehen wir nicht viele Zyklen. Auch die Jahreszeitlichen Zyklen schaffen keine Abhilfe. Durch die Trockenzyklen gehe ich von einem eher sonnigen April mit einer Abweichung von ca. 110 % aus.
Für den Mai sehe ich eher weniger starke Abweichungen, was ich hauptsächlich an der geringeren Anzahl Zyklen festmache. Es wird wohl ca. 1 K zu mild, in Sachen Niederschlag sehe ich einen Mai mit 80-90% zum Monatsmittel. Zyklen zur Sonne finden wir keine, durch die Trockenzyklen gehe ich allerdings wie schon beim April von einem eher sonnigen Mai mit ca. 110 % aus.
Was den gesamten Frühling betrifft, sehe ich einen milden Frühling mit ca. +1,5 K, einen trockenen Frühling mit ca. 80 % des Niederschlags und einen sonnigen Frühling mit ca. 110% des Sonnensolls.

Fazit

Wir gehen beide von zu milden und zu trockenen Monaten aus. Allerdings sehen wir die Monate unterschiedlich stark vom Monatsmittel abweichend. Alles in Allem können wir festhalten, dass die Tendenzen gleich sind, die Ausprägungen aber unterschiedlich.


Für die Analyse wurden folgende Standard-Einstellungen verwendet (wenn nicht anders angegeben):
Für einzelne Monate:
Analyse A: „Reguläre Zyklen“
Temperatur: Min. Abweichung 1K, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Niederschlag: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Sonnenschein: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1951, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Analyse B: „Langstrecken- und Vieltreffer-Zyklen“
Temperatur: Min. Abweichung > 0K, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 5, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Niederschlag: Min. Abweichung 5%p, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 5, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Sonnenschein: Min. Abweichung 5%p, Betrachtungszeitraum ab 1951, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 5, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen

Für komplette Jahreszeit:
Temperatur: Min. Abweichung 1K, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019/20, keine Unterbrechungen
Niederschlag: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019/20, keine Unterbrechungen
Sonnenschein: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1951, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019/20, keine Unterbrechungen

20. März 2020

Verifikation: Februar und Winter

Nun ist doch schon tatsächlich kalendarischer Frühling, und wir haben noch nicht einmal den Februar analysiert. Nun aber schnell!

Februar

Temperatur

Wir haben einen insgesamt zu milden Februar vorhergesagt, und mit einer Abweichung von +4,9 K war er schon beinahe rekordmild! Allerdings hielten wir eine sehr kalte Phase für wahrscheinlich, diese ist nun nicht eingetroffen. Allerdings gab es hin und wieder kühlere Phasen.

Niederschlag

Da müssen wir uns eine Pleite eingestehen. Vorhergesagt war ein durchschnittlicher Februar, tatsächlich kam aber ein deutlich zu nasser Februar mit über 250 % Abweichung und regionalen Hochwassern. Eine Erklärung ist schnell gefunden. Es kam zur Zyklen-Unschärfe durch die Januar-Nasszyklen. Zudem brachten die Februar-Nasszyklen in der Vergangenheit oft extrem nasse Monate. Zu unserer Verteidigung: Wis haben die Hochwasser kommen sehen, indem wir einen deutlich zu nassen Januar vorhergesagt haben. Nur kam es eben später als angenommen, von daher keine völlige Pleite.

Sonnenschein

Mit einer Abweichung von 87 % zum Mittel war der Februar zu trüb und die hohen Regensummen verstärkten diesen Eindruck der Trübnis. Trüb haben wir den Januar auch vorhergesehen. 

Zusammenfassung

Wie schon in den Vergangenen Monaten können wir mit unserer Prognose zufrieden sein. Zudem haben wir mal wieder Lehren gezogen. Wir müssen beispielsweise Zyklen unterschiedlicher Parameter miteinander kombinieren. Unserer Prognose geben wir ein Gut (-).

Winter 2019/20


Zur Winterprognose müssen wir eigentlich nicht viel sagen. Alle Parameter konnten wir bestens vorhersagen, wie es ja auch aus obiger Grafik zu entnehmen ist. Wir dürfen somit eine grandiose Prognose feiern!

Abschließend können wir somit sagen, dass sich Jahreszeiten wohl mit Zyklen besser vorhersagen lassen als einzelne Monate. Nichtsdestotrotz gibt es auch in Zukunft immer die gewohnten Monatsprognosen.
Im Laufe der nächsten Woche gibt es, diesmal wieder pünktlich, die Prognose für den April und einen Blick auf den Frühling.
_____________________________

Abschließend ein Hinweis in gemeinschaftlicher Sache. Momentan hat das Coronavirus die Welt fest im Griff. Wenn die Verbreitung nicht schnellstmöglich verlangsamt wird, so werden wir hier in Deutschland wie in Italien und China tausende Todesopfer beklagen müssen. Das darf nicht passieren! Jeder kann jetzt etwas tun. Soziale Kontakte müssen auf ein Minimum reduziert werden, und wenn sich nicht umgehend alle an die Vorgaben und Empfehlungen halten, wird es auch deutschlandweit zu Ausgangsbeschränkungen und -sperren kommen.
Wenn es nicht zwingend notwendig ist, bleiben Sie daheim! 
#stayathome #Covid19

1. März 2020

Prognose für den März 2020

Besser spät als nie - Wir sind diesmal etwas später mit der Prognose dran, da wir noch etwas mit dem Februar hadern mussten. Dazu aber in der Verifikation mehr, welche im Laufe der nächsten Wochen erscheint. Was sagen die Zyklen für den Frühling?

März

In Sachen Temperatur sieht es beim März eher kompliziert aus. 3 Mildzyklen stehen gegen Zwei Kaltzyklen:

Mild: 

  • 42-Jahres-Zykle: 1894 (+1,2 K) - 1936 (+1,5 K) - 1978 (+1,3 K)
  • 21-Jahres-Zykle: 1936 (+1,5 K) - 1957 (+2,9 K) - 1978 (+1,3 K) - 1999 (+1,9 K)
  • 13-Jahres-Zykle: 1968 (+0,9 K) - 1981 (+3,3 K) - 1994 (+2,8 K) - 2007 (+2,7 K) (hart)

Kalt:

  • 44-Jahres-Zykle: 1800 (-4,7 K) - 1844 (-2,0 K) - 1888 (-2,8 K) - 1932 (-2,7 K) - 1976 (-2,2 K)
  • 32-Jahres-Zykle: 1860 (-2,4 K) - 1892 (-3,0 K) - 1924 (-1,3 K) - 1956 (-0,6 K) - 1988 (-0,8 K)
Wenn wir den Definitionsbereich für die jeweiligen Abweichungen noch etwas herunterstufen, so werden deutlich mehr Mildzyklen klar. Wir sind allerdings überrascht von der Stärke der Kaltzyklen. Diese könnten die aktuelle kühlere Phase erklären. Nichtsdestotrotz rechnen wir mit einem zu milden März.

Beim Niederschlag sieht es auch nicht eindeutiger aus. Schwache Langstrecken-Trockenzyklen stehen gegen Starke Kurzstrecken-Nasszyklen behaupten. Der Einfachheit halber haben wir für jede Seite die stärksten gesucht:

Trocken:

  • 46-Jahres-Zykle: 1882 (81 %) - 1928 (43 %) - 1974 (63 %)
  • 30-Jahres-Zykle: 1900 (70 %) - 1930 (66 %) - 1960 (58 %) - 1990 (60 %)
  • 24-Jahres-Zykle: 1900 (70 %) - 1924 (58 %) - 1948 (53 %) - 1972 (76 %) -1996 (41 %)

Nass:

  • 21-Jahres-Zykle: 1957 (112 %) - 1978 (143 %) - 1999 (112 %)
  • 14-Jahres-Zykle: 1978 (143 %) - 1992 (173 %) - 2006 (149 %)
  • 13-Jahres-Zykle: 1981 (175 %) - 1994 (177 %) - 2007 (112 %)
Eine Patt-Situation. Die Trockenzyklen sind besonders alt und stabil, während die Nasszyklen zwar nur kurzstreckig sind, dafür aber mit besonders starken Auswirkungen. Ein sogenannter Zyklenpatt. Eine genaue Prognose ist schlichtweg nicht möglich. Wir vermuten, dass der März zumindest durchschnittlich nass wird.

Immerhin der Sonnenschein macht es uns einfach. Nur eine Trübniszykle muss gegen zahlreiche Sonnenzyklen ran. Die Auflistung aller Zyklen sparen wir uns daher. Der März wird eher sonnig.


9. Februar 2020

Verifikation: Januar 2020

Der erste Monat im Jahr 2020 ist rum und wir wollen schauen, wie sich unsere Prognose geschlagen hat.


Wir können schon mal sagen: Im Vergleich zum Dezember haben wir uns gesteigert und können unserer Prognose mit einer befriedigenden Leistung bewerten, die definitiv Tendenz nach oben hat. Schauen wir uns das mal genauer an.

Temperatur:

Bei der Temperatur haben wir einen Goldtreffer gelandet. Der milde Januar wurde genau getroffen.

Sonnenschein:

Auch den Sonnenschein haben wir perfekt getroffen. Eine Sonnenzykle brachte den überdurchschnittlich sonnigen Januar.

Niederschlag:

Beim Niederschlag haben wir wahrlich eine Vollpleite hingelegt. Prognostiziert haben wir einen eher nassen Januar, der Monat wurde allerdings deutlich zu trocken. Woran hats gelegen? Ein paar Theorien.

Zyklen-Unschärfe: Der Februar hat einen wahren Nassstart hingelegt. Dauerregen und sogar Hochwasser sind möglich. Eine Folge der Januar-Nasszyklen? Möglich ist es, und wenn man sich die weiteren Aussichten anschaut, dann wird der Februar wohl zu nass enden. Zur Erinnerung: Wir haben den Februar durchschnittlich nass vorhergesagt, unter Einbeziehung der kurzfristigen Einflüsse könnte der Februar doch noch zu nass enden.

Zyklen-Geburt: Im Januar-Update stellten wir die Möglichkeit einer Zyklen-Geburt, induziert durch die berühmte 56-Jahres-Regel. Diese Besagt, dass genau 56 Jahre nach einem besonderen Ereignis ein ähnliches Ereignis folgt. Die Trefferquote dieser Regel muss allerdings noch genau analysiert werden. Wir dem auch sei, es wurde mindestens eine Trockenzykle geboren.


Fazit:
Im Vergleich zum Dezember hat sich unsere Prognosegüte verbessert und wir denken, auch weiter auf einem guten Kurs zu sein.

25. Januar 2020

Analyse: Korrelation von Februar und Sommer

Aktuell laufen wieder die Spekulationen auf Hochtouren, wie denn der Sommer verlaufen wird. Einige prophezeien einen Hitzesommer, die anderen einen Sommer mit wenig Hitze.
Auch Langfrist-Experte Ivo Brück prognostiziert aktuell einen eher kühlen Sommer. Begründet wird dies damit, dass es nun erstmal einen Stopp der Erwärmung geben wird. Siehe dazu ein Video seines Youtube-Kanals: Kaltzeit naht trotz Super-Mildwinter. Hier hören wir etwas von sogenannten "Blöcken" (Brück, 01/2020). Bestätigen können wir dies derzeit nicht, allerdings kann es auch nicht ausgeschlossen werden.
In einem neuen Video geht Brück auf die Korrelation von Februar und Sommer bzw. sogar des ganzen Jahres ein. Zu finden ebenfalls auf deinem Youtube-Kanal: Rekord-Mildwinter gescheitert. Nach Brück hat ein trocken-kalter Februar zumeist einen Hitzesommer zur Folge. Ein verregnet-milder Februar entsprechend das Gegenteil. Dies haben wir uns genauer angeschaut.

Sorgt ein trocken-kalter Februar für einen heißen Sommer?

Wie wir aus Brücks Video erfahren haben, sorgt ein trocken-kalter Februar also für einen Hitzesommer. Dies haben wir mal näher analysiert:
Als trocken-kalt haben wir Monate eingestuft, welche nur die Hälfte des Niederschlagssolls aufgewiesen haben, sowie welche kälter als -1 K zum Referenzzeitraum 1961-1990 waren. Im Zeitraum 1881-2017 haben wir insgesamt 11 solcher Monate gefunden. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd. In nur 2 der Fälle folgte ein Sommer mit mehr als 1 K Abweichung zum Mittel. 
Also halten wir erstmal fest: Ein trocken-kalter Februar sorgt nur in etwa 18% aller Fälle für einen Hitzesommer. Wir ziehen nicht mit Brücks Behauptung mit.

Allerdings prognostiziert Brück aktuell einen verregneten Februar. Also die Gegenprobe. Sorgt ein feucht-milder Februar also für einen eher kühleren Sommer?
Als feucht-mild haben wir Monate eingestuft, welche mehr als 150% des Niederschlagssolls aufgewiesen haben, sowie welche milder als +1 K zum Referenzzeitraum 1961-1990 waren. Im Zeitraum 1881-2017 haben wir insgesamt 17 solcher Monate gefunden. Diesmal war das Ergebnis überraschend: In knapp 71% dieser Fälle folgte ein Sommer mit einer Abweichung unter +1 K. 

Zyklen lassen keine Rückschlüsse zu

Wie in unserer Winterprognose haben wir bereits auf den Februar hingewiesen. Mild und eher durchschnittlich nass. Dies lässt keine wirklichen Rückschlüsse auf den Sommer zu.
Natürlich werden wir im Mai ausführlich über den Sommer berichten.

4. Januar 2020

Verifikation: Dezember 2019 (Winterprognose Update)

Ein Beitrag vom Gastautor Jonas

Der Dezember hat fertig. Wir können somit eine erste Verifikation für unsere Winterprognose unternehmen. Schauen wir, wie sich unsere zyklenbasierte Prognose geschlagen hat. Wie gewohnt nehmen wir auch hierfür die Deutschen Flächenmittel nach Hussing (Bernd-Hussing.de).
Insgesamt können wir mit unserer Prognose zufrieden sein. Insbesondere der Niederschlag wurde sehr gut getroffen. Der Sonnenschein sorgt zwar leider für einen Fehltreffer, aber das reicht noch lange nicht für eine Vollpleite. Betrachten wir die einzelnen Parameter genauer.
Die Temperaturabweichung haben wir vom Trend her korrekt erkennen können. Jedoch haben wir das Ausmaß der Milde unterschätzt. Wir erinnern uns: drei weiche Mildzyklen standen einer harten Kaltzykle gegenüber. Wir gingen von einem Zyklen-Patt aus, mit leichtem Vorteil für die milde Seite. Jedoch hat sich mild krachend durchgesetzt. Woran lag dies? Hier können wir zwei Theorien aufstellen: i) Durch die unklare Monatszyklen-Situation hat sich die Jahreszeitliche 6-Jahres Mildwinter-Zykle (2001-2007-2013-2019) durchsetzen können und das Patt in die entscheidende Richtung gelenkt. In kommenden Prognosen und Verifikationen werden wir sehen, ob sich dies bewahrheitet. ii) Zyklen-Experte Christian V. weist auf eine 13-Monats Mildzykle hin, die laut ihm den Dezember deutlich zu mild hat werden lassen. Zyklen, die nicht in jährlich regelmäßigen Intervallen stattfinden, können vom Zyklographen nicht detektiert werden. Somit erscheint diese These realistisch. Es sei erwähnt, dass eine zuvor unentdeckte Zykle ebenfalls Auswirkungen auf den Dezember gehabt haben könnte: Die 45-Jahres Zykle (1884-)1929-1947-2019.
Unsere Niederschlagsprognose war ein echter Volltreffer. Mit 84% des Mittels fällt der Monat, wie vorhergesagt, leicht trocken aus. Wir haben die Situation (Vier Trockenzyklen vs zwei Nasszyklen, davon eine hart) vollkommen korrekt eingeschätzt. Wir machten den „Sieg“ der Trockenfraktion vor allem an der „eindrucksvollen 21-Jahres Trockenzykle fest“. Mit diesem Dezember ist die Zykle nun ganze sieben Male zuverlässig eingetreten.
Nun zum Wermutstropfen, der unsere Prognose eine sehr gute Note leider verwehrt hat: der Sonnenschein. Wir gingen von einer klaren Prognose aus: Der Dezember wird aufgrund seiner konkurrenzlosen, harten Trübniszykle leicht trüb. Der Fehltreffer kann unserer Meinung nach nur durch den abschwächenden Trend der Zykle erklärt werden. Die Zykle war 2019 bereits so schwach, dass sich die Jahreszeitlichen Hellzyklen durchgesetzt haben müssen.

Fazit

Wie zur Veröffentlichung der Prognose bereits erwähnt, waren einige Zyklen-Aufstellungen im Dezember schwer zu interpretieren („Der Dezember ist mit größeren Unsicherheiten verbunden“). Dennoch haben wir uns gut geschlagen. Interessant: Bei einer unklaren Monats-Situation scheinen sich Jahreszeitliche Zyklen durchgesetzt zu haben. Die Jahreszeitlichen Mild- und Hellzyklen sind dank des Dezembers voll auf Kurs. Überraschend: es starben gleich drei harte Zyklen. Möglicherweise verschießen harte Zyklen ihr Pulver schnell und sind somit kurzlebiger? Wir können zufrieden mit der Prognose sein und schauen zuversichtlich Richtung Januar.

In Memoriam

Folgende Zyklen sind leider unterbrochen worden oder gestorben:
*1890 (3 Treffer): 43-Jahres Kaltdezember-Zykle (hart)
*1884 (3 Treffer): 45-Jahres Nassdezember-Zykle (hart)
*1979 (4 Treffer): 10-Jahres Nassdezember-Zykle
*1959 (3 Treffer): 20-Jahres Trübdezember-Zykle (hart)