Neuigkeiten: NEU: Die Zyklus-News! - Neuigkeiten zu den Regeln und Zyklen des Wetters! - Exklusiv auf dem Langzeit-Blog! +++ Neues Format für die Langfristige Wetterprognose: Die Langfrist-Kolumne! +++ NEU: Der Wetter-Zyklograph! Jetzt selbst nach Zyklen des Wetters suchen und eine eigene, zuverlässige Langfristprognose erstellen! Link im Menü

28. Dezember 2019

Winter weiter auf Sparflamme - Ein Milder Januar steht bevor

Der Dezember verlief bisher kaum Winterlich. Nur zu Monatsbeginn war es mal kühler. Mehr dazu aber demnächst in der Verifikation. Auch der Januar sieht wenig winterlich aus.

Ein Milder Januar steht bevor 

Auch für den Januar sieht es schlecht in Sachen Winterwetter aus. Zahlreiche Mildzyklen und praktisch keine Kaltzykle. Wenn wir großzügig sind, können wir höchstens Zyklen-Verdachte (Mutmaßliche Zyklen, welche bisher aber nur zwei mal eingetroffen sind) aufzählen, also könnte es kurz mal recht eisig werden. 
Zahlreiche Nasszyklen sprechen für Westlagen, daher wird der Januar wohl eher nass. Allerdings stellen wir die Möglichkeit der Zyklengeburt in den Raum. Der Januar 1908 und 1964 waren beidesamt trocken bis sehr trocken. Diese Monate folgten im 56-Jahres Abstand, was eine besonders wichtige Zahl bei den Zyklen ist, u. A. wegen der 56-Jahres-Regel. Sollte dieser Monat also zu trocken werden, ist das ein großer Fortschritt für die Zyklen-Vorhersage. 

Blick auf die Mittelfrist

Beim Blick auf die aktuellen Prognosen wird deutlich, dass es erstmal nichts mit Winter wird, zumindest im Flachland. Das Ensemblemittel orientiert sich fast durchgehend um 5 Grad. Das hat wenig mit Winter gemeinsam, einzig im Bergland reicht es für nachhaltigen Winter.

Fazit: Nass und mild wird es, im Flachland suchen wir weiter vergeblich den Winter. 

15. Dezember 2019

Ein Jahr ohne Rekorde? Blick auf 2020

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und wir wollen einen ersten Blick auf 2020 werfen.

 Winter zunächst mit Ausfall - Später Wintergruß im Frühling?

Über den Winter haben wir schon mehrmals ausführlich berichtet. Der Januar zunächst unwinterlich, aber im Februar wird es wohl eine sehr kalte Phase geben, die auf einen harten 17-Jahres-Zyklus zurückzuführen ist. Sie wird wohl am Monatsende sein, da der Frühling, besonders aber der März Anzeichen einer kalten Witterung zeigen. Frühling und März werden beidesamt von der 44-Jahres Langstreckenzykle geprägt. Der April weist mehrere Mildzyklen auf, ebenso wie der Mai. Wir gehen davon aus, dass sich bis mindestens in den März kalte Witterungsverhältnisse halten werden, was wir insbesondere an dem Zusammenwirken der beiden 44-Jahres-Zyklen festmachen. Insgesamt wird der Frühling wohl etwas zu mild, was wohl auf die harte Mildzyklen im April zurückzuführen sein wird.
Der Niederschlag wird wohl in allen drei Monaten unterdurchschnittlich. Dies deutet auf eine trocken-kalte Nordlage zu Beginn und einer trocken-Milden Südlage am Ende hin. Auch eine Omega-Wetterlage ist möglich.

Sommer wie er früher war? 

Für den Sommer finden sich bei der Temperatur nur vereinzelte schwache Zyklen. Allerdings weisen die Einzelmonate einen Mildzyklen-Überschuss auf. Besonders der Juli sticht deutlich hervor. Ansonsten erwarten wir durchschnittliche bis leicht zu milde Sommermonate.
Der Niederschlag hat uns überrascht. Bis auf den Juni finden sich zahlreiche Nasszyklen und auch der Sommer allgemein zeigt viele Nasszyklen. Allerdings muss noch abgewartet werden, wie genau sich dies zeigt. Ob es eher Westlagen oder viele Gewitter sein werden, klären wir Ende des Frühlings.

Herbst ohne große Auffälligkeiten 

Der Herbst zeigt ein ausgeglichenes Zyklenverhältnis. Bei der Temperatur zeigt dies eher Richtung kühl (insbesondere der September), beim Niederschlag Richtung nass. Somit erwarten wir einen Herbst mit vielen Westlagen.

Fazit

Wir erwarten kein Rekordjahr 2020 wie es schon 2018 und 2019 der Fall war. Auch zu kalte Monate werden wieder wahrscheinlicher. 


23. November 2019

Weiße Weihnachten 2019? - Zyklen machen Hoffnung

Weiße Weihnachten. Ein Traum für viele. Doch seit Jahren wurden wir immer wieder bitter enttäuscht. Kommt 2019 alles anders? Weiße Weihnachten 2019 - Wie die Zyklen helfen können.

Eine Kaltzykle gegen viele Warmzyklen

Wie bereits in der Wintereinschätzung beschrieben steht es 3:1 für die Mildzyklen. Doch das heißt nicht zwingend, dass es durchweg zu mild bleibt.
Schauen wir uns also die Kaltzykle genauer an. In den betroffenen Jahren waren insbesondere die Weihnachtstage deutlich kühler:
1890 - Oft Dauerfrost
1933 - Leichter Dauerfrost im Nordosten
1976 - Relativ starker Dauerfrost im Süden und Osten.
Das macht Hoffnung. Schließlich ist die Kaltzykle eine harte Zykle und muss somit zwingend beachtet werden.
Wir erwarten also einen Dezember, der zwar zu mild wird, allerdings auch von einer kalten Phase geprägt sein wird. Vermutlich wird diese zum Monatsende hin kommen, allerdings können die Warmzyklen uns hier einen Strich durch die Rechnung machen und die Kaltphase verschieben.

Trocken und Nass im Wechsel? - Niederschlag und Sonne

Beim Niederschlag steht es 4:2 für die Trockenzyklen. Allerdings finden wir auch eine harte Nasszykle. Wir vermuten ein Wechsel von trockenen und nassen Abschnitten. Eine Westwetterlage mit reichlich Regen käme also nicht Überraschend, wenngleich der Dezember die Tendenz zum leicht Trockenen haben wird.
Beim Sonnenschein finden wir nur eine schwache Trübnis-Zykle. Wir vermuten keine großen Auffälligkeiten, höchstens könnte sich die Zykle "reaktivieren" und somit für einen sehr trüben Monat sorgen.


Weiße Weihnachten sind also nicht vom Tisch, zumindest die Zyklen erhöhen die Chancen. Wir behalten die Entwicklung im Auge, bei bedarf gibt es in den Zyklus-News ein Update.

17. November 2019

Einführung in die Computergestützte Zyklographie: Eine Winterprognose


Ein Beitrag vom Gastautor Jonas

Dass es Wetterzyklen gibt sollte jedem Leser des Langzeit-Blog bekannt sein. Jedoch findet man keine umfassende Datenbank aller bekannter Wetterzyklen. Dies ändert sich nun: Mit dem Wetter-Zyklographen beginnt eine neue Periode in der Zyklenforschung. Auf Basis der Flächenmittel Deutschlands seit 1881 (Sonnenschein ab 1951; bereitgestellt vom Deutschen Wetterdienst) können nun Zyklen mit Hilfe einer Vielzahl an frei veränderbaren Parametern automatisiert aufgespürt werden.
Der „Zyklograph“ sucht je nach Wunsch nach kalten, warmen, nassen, trockenen, hellen oder trüben Zyklen. Ein Wunsch-Zieljahr, an den Zykle eintreffen soll oder bereits eingetroffen ist, kann ebenso eingegeben werden. So ist eine Einschätzung der weiten Langfrist einfacher denn je. Der Zyklograph erlaubt die Zyklo-Analyse für einen bestimmten Monat, aber auch für ganze Jahreszeiten oder das komplette Jahr.
Bei der Entwicklung des Zyklographen kam es zudem zu einer neuen Entdeckung. Manche Zyklen zeichnen sich dadurch aus, dass Sie bei jedem Ihrer Treffer im Vergleich zum Jahr davor und danach besonders hervorstehen, also in der Wertereihe ein lokales Maximum (oder Minimum) repräsentieren. Diese Zyklen werden wir fortan als „harte Zyklen“ bezeichnen. Unsere Theorie ist, dass harte Zyklen besonders dominant und Wetterprägend sind. Der Zyklograph bietet die Zusatzoption, nur nach harten Zyklen zu suchen.
Selbstverständlich ist das computergestützte Aufspüren von Zyklen mit Vorsicht zu genießen. Nicht alle Zyklen sind von fundierten Langzeitkenntnissen untermauert. Jede vom Zyklographen entdeckte Zykle sollte hinterfragt und analysiert werden, nicht immer handelt es sich zwangsläufig um eine echte Zykle. Ein gewisses Maß an Hintergrundwissen über die einzelnen Jahre und deren Wettercharakter ist hier durchaus hilfreich. Prominente Zyklen, aufgespürt von Langzeitexperten wie u.a. Ivo Brück, die fundiert sind und mit Sicherheit als Zykle einzustufen sind, haben weiterhin einen sehr hohen Stellenwert.
Als Einführung in die computergestützte Zyklographie wollen wir in dieser Kolumne den Winter 2019/20 betrachten. Hierbei wollen wir auf die einzelnen Monate sowie die ganze Jahreszeit eingehen und uns so an eine Prognose wagen. Die Parameter Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer werden pro Monat auf Basis der computergestützten Zyklo-Analyse aufgeschlüsselt. Unsere Prognose vergleichen wir zudem mit den Prognosen von Ivo Brück und Kai Zorn, welche in der letzten Kolumne behandelt wurden. Wir beginnen mit den einzelnen Monaten bevor wir uns der Gesamtheit des Winters widmen.

Dezember

Starten wir mit der Dezembertemperatur. Hier zeigt sich bereits ein spannendes Bild: vier Zyklen schlagen zu. Drei davon mild, eine kalt. Das Besondere: die 43-Jahres Kaltzykle ist die einzig harte Zykle unter den vieren. Zudem ist sie die älteste und hat ihren Ursprung im Jahre 1890. Solche Langstreckenzyklen mit großen Intervallen schlagen meist besonders stark ein. Auffällig ist jedoch auch, dass die Zykle nachgelassen hat (-6.1K beim ersten, -1.8K beim letzten Eintreffen). Werden sich die Mildzyklen also durchsetzen können?
Wie man sieht ist es schwierig, eine rein zyklenbasierte Prognose für den kommenden Dezember aufzustellen. Aufgrund der gegebenen Konstellation gehen wir jedoch davon aus, dass der Trend eher Richtung mild zeigt, wahrscheinlich aber nicht weit vom langjährigen Mittel abweicht:

Der Dezemberniederschlag stellt uns vor ein ähnliches Problem. Es steht zwei für nass gegen vier für trocken. Wieder ist die älteste Zykle die einzige harte und spricht für einen nassen Dezember. Betrachten wir jedoch das Gesamtbild, so gehen wir eher von einem leicht trockenen Monat aus. Das machen wir vor allem an der eindrucksvollen 21-Jahres Trockenzykle fest, welche seit 1893 ganze sechs Mal zuverlässig eingetroffen ist:

Der Sonnenschein macht es uns jedoch einfach. Es findet sich nur eine Zykle, dazu noch eine harte. Die Zykle leidet unter leichter Abschwächung. Wir sehen einen leicht trüben Dezember kommen:

Januar

Der Januar wird mild. Dies lässt sich jetzt schon mit ziemlich hoher Sicherheit sagen. Drei weiche sowie eine harte Mildzykle treffen 2020 zusammen.

Schauen wir uns den Niederschlag an, so stellen sich vier Nasszyklen gegen eine Trockenzykle. Sämtliche Zyklen sind weich. Auch wenn die Trockenzykle (C) mit fünf Treffern beeindruckt, so gehen wir davon aus, dass diese schlichtweg von der großen Menge an Nasszyklen überwältigt wird, insbesondere der starken 13-Jahres Zykle (D). Der Januar wird eher nass:

Die Sonnenscheindauer macht uns die Interpretation wieder etwas leichter. Eine helle Zykle wird den Januar 2020 prägen, der Januar wird über dem Mittel enden.

Februar

Nun zum Februar und seiner Temperatur. Vier weiche Mildzyklen stehen einer harten Kaltzykle entgegen. Die Kaltzykle hat es in sich: bei ihrem zweiten Eintreffen (1986) schloss der Februar mit gesäßkalten -7K ab. Wir glauben nicht daran, dass die Zykle folgenlos bleibt. Insgesamt könnte der Februar eher mild enden, aber eine sehr kalte Phase käme nicht überraschend!

In Sachen Niederschlag steht es drei zu zwei für trocken, wobei beide Seiten je eine harte Zykle vorweisen können. Die Nasszyklen scheinen besonders Niederschlagsreiche Monate zu zeigen, hier wurde zum Teil das doppelte des langjährigen Mittels erreicht. Alles in allem dürften sich die Zyklen die Waage halten. Ein eher durchschnittlicher Februar ist wahrscheinlich:

Der Sonnenschein zeigt einen glasklaren Trend auf. Drei Trübniszyklen verlangen einen dunklen Februar. Eine davon hart. Der Februar wird grau:

Gesamtwinter

Um unsere Monatsprognosen besser einordnen zu können wollen wir nun nach Zyklen schauen, die den Gesamtwinter 2019/20 betreffen. Beginnen wir wieder mit der Temperatur. Wir entdecken eine einzige Zykle: die noch recht junge, aber sich verstärkende 6-Jahres Mildzykle. Dies deckt sich mit unseren Monatsprognosen, die keinen kalten Wintermonat sehen. Der Winter zeigt leider Richtung mild.



Die Niederschlagszyklen machen es uns ebenfalls einfach: Der Gesamtwinter wird ausschließlich von einer harten Nasszykle geprägt werden. Blicken wir zurück auf unsere Monatsprognosen, so wird es vermutlich der Januar sein, der besonders nass ausfallen wird und somit die gesamte Jahreszeit nass ausfallen lässt.

Zwei Zyklen werden die Sonnenscheindauer im kommenden Winter beeinflussen. Beide Zyklen wollen einen eher hellen Winter. Beide Zyklen/ sind jedoch recht schwachbrüstig, ein extrem heller Winter ist somit unwahrscheinlich. Wieder wird es wahrscheinlich der Januar werden, der möglicherweise in seiner zweiten Hälfte das Sonnen-Soll der Jahreszeit über die 100%-Marke bringt.

Einordnung und Fazit
Fassen wir unsere Prognose abschließend zusammen:
Der Dezember ist mit größeren Unsicherheiten verbunden. Wir vermuten einen normalen bis leicht milden, leicht trockenen und trüben Monat. Insbesondere Temperatur und Niederschlag stehen jedoch auf wackeligen Beinen. Aufgrund der Gesamtwinter-Zyklen könnte der Niederschlag auch höher ausfallen.
Der Januar wird laut der Zyklen mild, nass und hell. Vermutlich wird der Monat also mit einer nassen Periode beginnen und mit einer sonnig-warmen Periode enden. Dieser Monat wird der prägende Monat des Winters sein, insbesondere in Bezug auf Niederschlag und Sonnenschein. Die Verifikation dieses Monats dürfte uns große Erkenntnisse in der Zyklographie erbringen.
Der Februar wird trüb – jedoch nicht trüb genug, um den hellen Januar auszugleichen. Wir gehen von milden Temperaturen aus, jedoch spricht eine Zykle auch für eine besonders kalte Phase. In Puncto Niederschlag wird der Februar nicht besonders hervorstehen.
Vergleichen wir diese Prognose abschließend mit den Einschätzungen von Ivo Brück und Kai Zorn. Brück sieht einen frühen Winter und eine kühlere Weihnachtszeit als die letzten Jahre. Dies passt zwar nicht genau zu unserer Prognose, steht jedoch auch nicht im Widerspruch. Kai Zorn sieht eine milde Strömung zum Ende des Monats. Auch dies steht nicht im kompletten Kontrast zu den Zyklen. Wir sehen jedoch Brück näher an unserer Prognose.
Laut Ivo sieht der Januar unwinterlich aus. Dies passt zu unseren Prognosen eines milden und hellen Monats. Kai jedoch sieht Winter bis ins Flachland. Dies scheint auf Basis der Zyklen nicht sehr wahrscheinlich.
Zorn sieht einen sehr winterlichen Februar. Dies könnte mit der von uns vermuteten sehr kalten Phase einhergehen. Einen sehr winterlichen Gesamtmonat halten wir jedoch für unwahrscheinlich. Ivo wartet mit seiner Februarprognose auf die erste Dezemberhälfte, welche einen Zeigermonat darstellen könnte.
Wir warten gespannt auf den kommenden Winter. In der Verifikation wird sich zum ersten Mal zeigen, wie groß das Potential der computergestützten Zyklographie in Bezug auf jahreszeitliche Vorhersagen ist.


Der Wetterzyklograph ist nun öffentlich und frei verwendbar. Die Ergebnisse dieser Prognose können somit selbst nachgeschlagen werden. Aufrufbar unter: https://wetterzyklen.de/Zyklograph.php 

Noch ein Hinweis zum Blog:
In den nächsten Tagen wird die Zyklen-Liste auf die wichtigsten Zyklen reduziert werden, da diese durch den neuen Zyklograph nun nicht mehr gebraucht wird. 
___________________________________________

Für die Analyse wurden folgende Standard-Einstellungen verwendet (wenn nicht anders angegeben):

Für einzelne Monate:
Temperatur: Min. Abweichung 1K, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Niederschlag: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen
Sonnenschein: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1951, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019 bzw 2020, keine Unterbrechungen

Für kompletten Winter:
Temperatur: Min. Abweichung 1K, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019/20, keine Unterbrechungen
Niederschlag: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1881, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019/20, keine Unterbrechungen
Sonnenschein: Min. Abweichung = 15%p, Betrachtungszeitraum ab 1951, Mindestanzahl Zyklen-Eintritte = 3, Mindestintervall 3 Jahre, Zieljahr 2019/20, keine Unterbrechungen



9. November 2019

Zyklus-News: November-Zyklen deuten auf Durchschnitt

Der November hat einen außergewöhnlichen Warmstart hingelegt. Viele stellen sich jetzt die Frage ob das so bleibt. Wir schaffen Klarheit.

Kalt vs. Warm - Der November aus Zyklischer Sicht

Temperatur

Schauen wir uns die Zyklen für den November genauer an. Wir finden eine Mildzykle und eine Kaltzykle (in Klammern die Abweichungen) :

Mild:
2-Jahres-Zykle (3,4 K; 0,5 K; 0,6 K; 3,51 K;1,11 K)

Kalt:
39-Jahres-Zykle (-2,9 K; -2K; -1 K)

Die 39-Jahres Kaltzykle hat sich sehr deutlich von den Vorjahren abgegrenzt, dies ist ein Zeichen für eine sehr starke Zykle. Allerdings ist zu beobachten, dass die Zykle schwächer wird. Die Mildzykle hat derzeit keine genaue Richtung. 

Niederschlag

Was den Niederschlag angeht, finden sich derzeit sehr viele Trocken-Zyklen, drei davon sehr stark. 

Sonnenschein

Ähnlich wie bei der Temperatur. Eine Sonnig-Zykle sowie eine Trübnis-Zykle. Die Sonnig-Zykle ist zwar stark, die Trübnis-Zykle punktet allerdings mit ihrer Langlebigkeit.

Einordnung in die Herbst-Zyklen

Der Herbst wird beeinflusst von drei Kalt-Zyklen, welche sich abschwächen, sowie drei Mild-Zyklen, die sich verstärken. Dies passt sehr gut zum bisherigen Verlauf.

Mittelfristige Einflüsse

GFS Ensemble, 09. Nov. 06Z
Wir sehen hier das aktuelle Ensemble des amerikanischen Wettermodells GFS. Der Trend zeigt klar nach unten, auf leicht unterdurchschnittliche Werte. In der erweiterten Mittelfrist sind die Schwankungen noch sehr stark.










Fazit

Der November wird maximal leicht zu mild. Die Kalt-Zykle wird trotz des abschwächenden Trends Wirkung zeigen, die Mild-Zykle hat bereits Wirkung gezeigt. Auch die Herbst-Zyklen haben bereits Wirkung gezeigt, wie im voherigen Beitrag zu lesen ist. Zudem wird der November leicht zu trocken und unterdurchschnittlich sonnig.

2. November 2019

Zyklus-News: Warum auf Zyklen Verlass ist

Nachdem der September und der Oktober deutlich zu mild waren, stellen viele sich nun die Frage, was denn nun mit dem Kaltherbstzyklus war. Dabei ist die Antwort einfach: Multible Zyklenkollision!

Wir haben uns schlichtweg nicht alle Zyklen angeschaut. Eine Übersicht über die nun entdeckten Zyklen, die diesen Herbst beeinflussen:

Kalt:
23-Jahres Zykle
39-Jahres Zykle
46-Jahres Zykle

Warm:
1-Jahres Zykle
2-Jahres Zykle
5-Jahres Zykle
10-Jahres Zykle

Erstmal sind die Mildzyklen in der Überzahl. Bei genauer statistischer Betrachtung (soll nicht weiter thematisiert werden), wird deutlich, dass die Kalt-Zyklen sich abschwächen und die Mild-Zyklen größtenteils stärker werden. Damit hätte auch der vermutlich milde Herbst genau prognostiziert werden können, was mal wieder zeigt: Zyklen existieren und sind verlässlich!
Aber auch die Kaltherbstzyklen haben Wirkung gezeigt. Ein Beispiel war der kalte Witterungsabschnitt Ende Oktober.

Prognose November: Der November wird zu mild, aber dennoch auch kürzere, kalte Abschnitte enthalten.

Fazit: Der Herbst hat uns wertvolle Erkenntnisse zur Zyklen-Forschung gebracht. Die dominierende Zyklen-Richtung (Kalt/Warm) bestimmt das Grundmuster, die schwächeren Zyklen haben aber dennoch Auswirkungen.

19. Oktober 2019

Warmer Sommer - Kalter Winter ? Eine statistische Übersicht.

2019 erlebten wir erneut einen sehr warmen Sommer. Können wir hieraus auf den Verlauf des Winters schließen?

Viele erhoffen sich nach dem Hitzesommer einen Eiswinter. In der Langfrist-Kolumne haben wir uns schon mögliche Zeichen für einen kalten Winter angeschaut. Werfen wir nun einen Blick auf die Statistik.

Dazu eine tabellarische Übersicht. Analysiert wurden Sommer mit einer Abweichung von 1,5 K oder mehr zum Mittel 1961-90 und den anschließenden Winter. (Nur Daten seit offiziellem Messbeginn 1881 verwendet)

             Sommer      Winter
1911      +1,5 K       +1,0 K
1947      +2,2 K       +1,4 K
1983      +2,0 K       +0,2 K
1992      +2,0 K       +0,7 K
1994      +2,1 K       +2,5 K
2002      +1,7 K       -0,8 K
2003      +3,4 K       +1,1 K
2006      +1,8 K       +4,1 K
2010      +1,5 K       -0,9 K
2015      +2,1 K       +3,3 K
2016      +1,5 K       +0,7 K
2017      +1,6 K       +1,4 K
2018      +3,1 K       +2,6 K
2019      +3,0 K          ???

Schnell wird deutlich, dass nach einem warmen Sommer oft ein warmer Winter folgte. Die Daten in Prozent umgerechnet:
Nach einem warmen Sommer folgte...
   ... zu 0% ein deutlich zu kalter Winter (Abweichung kleiner als -2 K);
   ... zu 0% ein leicht zu kalter Winter (Abweichung -2 K bis -1 K);
   ... zu 38,5% ein normaler Winter  (Abweichung -1 K bis +1 K);
   ... zu 30,8% ein leicht zu milder Winter (Abweichung +1 K bis +2 K);
   ... zu 30,8% ein deutlich zu milder Winter (Abweichung mehr als +2 K).

Die Zahlen zeigen, dass ein normaler Winter aus statistischer Sicht wahrscheinlicher ist, wie ein Supermild-Winter, die Chancen auf einen kalten Winter aber verschwindend gering sind.

Mitte November folgt in den Zyklus-News ein Update über den Winter, in dem wir uns anschauen, welche Zyklen der Winter für uns bereit hält.

15. Oktober 2019

Langfrist-Kolumne: 2019/20 - Zwei Langfrist-Koryphäen im Winter-Duell

Ein Beitrag vom Gastautor "ZJ"

Wetter-Enthusiasten, besonders Winterfreunde, werden seit längerer Zeit Jahr auf Jahr aufs Neue bestraft. Die Serie an Mildwintern scheint nicht abreißen zu wollen. Das Flächenmittel nach Bernd Hussing (bernd-hussing.de) zeigt: seit dem Winter 2010/11 gab es keinen kalten Winter mehr. Besonders die letzten Winter trafen Schnee- und Kältefreunde hart. 2018/19 war der Winter ganze 2,6K, 2015/16 sogar 3,5K zu mild (Referenzperiode 1961-90). Sicherlich gab es in Gebirgsregionen, insbesondere den Alpen, stark winterliche Phasen. Fakt ist aber auch: der Flachlandwinter ist zunehmend zur Rarität geworden. Manch ein Hobby-Meteorologe mit Wetterstation mag sich bereits fragen, ob es die Regenmesserheizung überhaupt noch braucht.

Langzeit-Experte Ivo Brück („Meteorologische Langzeitprognosen: Winter und Sommer selbst vorhersagen“) macht jedoch Hoffnung. Laut Brück endet dieses Jahr eine Warmzeit und macht den Weg frei für eine spürbar kühlere Periode. Der bevorstehende Winter soll laut ihm ein „Übergangswinter“ werden und damit zwar insgesamt mild aber zumindest besonders abwechslungsreich sein.
Schauen wir uns seine Prognosen zum kommenden Winter im Detail an. Brück geht davon aus, dass der Winter zwar nicht richtig kalt wird, jedoch auch nicht wärmer wird als die letzten. Das macht er unter anderem vom vergleichsweise kühlen September (+0,8K) und vom kalten Mai (-1,0K) abhängig. Diese schließen einen extremen Mildwinter aus. Dass alle drei Wintermonate mild oder sehr mild ausfallen hält Brück für äußerst unwahrscheinlich. Etwaige Wetter-Zyklen sind für den Winter 2019/20 nicht auffindbar.
Was den Verlauf der Jahreszeit angeht, sieht Brück einen eher frühen Winter. Bereits ab November sollen winterliche Phasen eintreffen. Auch die Weihnachtszeit, die bekanntlich oft mild ausfällt, soll kälter werden als die letzten Jahre. Der Januar wiederum soll nicht winterlich ausgehen. Zum Februar und dem weiteren Verlauf kann Brück noch keine Aussagen machen. Jedoch stellt er klar, dass ein kalter Februar wahrscheinlich ist, wenn die erste Dezemberhälfte kalt ausfällt. Achten wir also besonders auf den Dezember, der ein Zeiger für den Spätwinter sein könnte. Hierzu wird es von Ivo Brück bei Zeiten sicherlich Neuigkeiten geben. Insgesamt hält er eine Winter-Abweichung von 0 bis +1K für wahrscheinlich. Damit wäre der Winter 2019/20 kälter als fünf der sechs letzten Winter
.
Brück ist allerdings nicht der einzige, der sich an die Herausforderung einer Winterprognose heranwagt. Kai Zorn (ehem. wetter.com), ebenso bekannt unter Hobby-Meteorologen, stellt auch jetzt schon eine erste Winterprognose auf. Interessant ist hier besonders der Vergleich zwischen den Vorhersagen der beiden Langfrist-Experten. Zorn hält einen „Komplettausfall“ des Winters für höchst unwahrscheinlich, ebenso sieht er keinen „wahnsinnig“ kalten Winter. Damit geht Zorn soweit d’accord mit Brück. Interessanterweise sieht Zorn exakt wie Brück das Ende einer Warmzeit und diesen Winter somit als Übergangswinter zwischen Warm- und Kaltphase.
Betrachten wir den Verlauf des Winters nach Zorn. Er sieht, ebenso wie Brück, bereits im November erste winterlich anmutende Perioden. Zorn ist jedoch deutlich konkreter mit seiner Prognose: im letzten Herbstmonat soll der erste „markante Polarluft-Vorstoß“ stattfinden. Dieser soll im höheren Flachland für eine Schneedecke ausreichen. Das niedrige Flachland jedoch müsse sich mit nasskalter Witterung abfinden. Die Adventszeit würde ruhig und hochdruckgeprägt beginnen. Nur gelegentliche, flache Tiefdruckgebiete oder Inversionslagen würden die Ruhe unterbrechen. Zur Weihnachtszeit sieht Zorn einen starken Atlantikdurchbruch mitsamt milden Westlagen. Hier befindet sich Zorn im deutlichen Widerspruch mit Brück, welcher die Weihnachtszeit kühler sieht als in den vorherigen Jahren. Laut Zorn würde die Mildphase bis Mitte oder Ende Januar anhalten. Ende Januar würde der winterlichste Abschnitt beginnen: Zorn prognostiziert ein Hoch auf dem Atlantik, welches für eine Nordwest- bis Nordost-Strömung sorgen würde. Der damit verbundene Flachland-Winter würde sich phasenweise bis weit ins Frühjahr erstrecken. Eine Freude für Winterfans.
Kai Zorn geht mit seiner Prognose ein Risiko ein. Dadurch, dass seine Einschätzung so konkret ist, ist die Gefahr größer, deutlich daneben zu liegen. Brück geht die Wintervorhersage vorsichtiger an und verweist auf mittel-langfristige Indikatoren (z.B. Dezember-Einfluss auf den Februar). Es besteht die Möglichkeit, dass Zorn seine Prognose noch mehrmals deutlich anpasst. Auch dies gilt es im Auge zu behalten. Wer letztendlich Recht behält, wird sich nach dem Winter zeigen.

Beide vorhergesagten Winterverläufe haben eines gemeinsam: die Serie deutlich zu milder bzw. uninteressanter Winter würde sukzessiv ihr Ende finden. Einen „Supermildwinter“ schließen beide Experten aus. Der kommende Winter könnte also einige Überraschungen parat haben. Zum Abschluss noch ein kleines Schmankerl: Brück behauptet, dass uns 2020/21 ein waschechter Kaltwinter bevorsteht. Also: Kopf hoch, es tut sich was in der Wetterküche!

3. Oktober 2019

Zyklus-News: Neue Zyklen entdeckt! - Zwei davon werden 2020 entscheidend beeinflussen

12-Jahres Trübnis-Zyklus

Der 12-Jahres Trübnis-Zyklus existiert bereits seit (mindestens) 1960. Im 12-Jahres Abstand wurden wiederholt relativ sonnenscheinarme Jahre registriert. Es spielt bei dem Zyklus allerdings keine Rolle, ob die Abweichung des Sonnenscheins negativ oder positiv ist. Entscheidend ist, dass das Jahr eine geringere Sonnenschein-Dauer als das vorherige Jahr aufweist:

1960: -4% (Vorjahr: +28%)   ; Differenz zum Vorjahr: -32%
1972: -1% (Vorjahr: +10%)   ; Differenz zum Vorjahr: -11%
1984: -9% (Vorjahr: +3%)     ; Differenz zum Vorjahr: -12%
1996: -3% (Vorjahr: +4%)     ; Differenz zum Vorjahr: -7%
2008: +6% (Vorjahr: +10)     ; Differenz zum Vorjahr: -4%

Dem Zyklus zu urteilen wird 2020 ebenfalls sonnenscheinärmer als 2019.


12-Jahres Anti-Warm-März-Zyklus

Der 12-Jahres Anti-Warm-März-Zyklus existiert seit 1984. Im 12-Jahres Abstand wurden wiederholt Märze registriert, die zu kalt oder nur leicht zu warm waren. Ein deutlich zu warmer März ist ausgeschlossen. Insbesondere zu den Jahren davor und danach war das jeweilige Jahr kälter.

1984: -1,5 K
1996: -2,5 K
2008: +0,7 K

Dem Zyklus zu urteilen ist 2020 ein deutlich zu warmer März ausgeschlossen.


22-Jahres Sonnig-November-Zyklus

Der 22-Jahres Sonnig-November-Zyklus existiert seit mindestens 1967. Im 22-Jahres Abstand wurden wiederholt sehr sonnige November registriert.

1967: +22%
1989: +90%
2011: +88%

Der Zyklus beinhaltet dabei die zwei sonnigsten November seit Messbeginn 1951. Dem Zyklus zu Urteilen wird 2033 ebenfalls sehr sonnig.


22-Jahres Trocken-November-Zyklus

Der 22-Jahres Trocken-November-Zyklus existiert seit 1923 und ist eng mit dem 22-Jahres Sonnig-November-Zyklus verknüpft. Im 22-Jahres Abstand wurden wiederholt sehr trockene November registriert.

1923: -15%
1945: -29%
1967: -19%
1989: -28%
2011: -96%

Der Zyklus beinhaltet mit dem November 2011 den trockensten November seit Messbeginn. Dem Zyklus Urteilen würde der November 2033 ebenfalls zu trocken.

15. September 2019

Zyklus-News: Hitzesommer-Zyklus voll erfüllt!

Die Zyklus-News: Ein neues Format für Updates zu den verschiedenen Zyklen! In den Zyklus-News, exklusiv auf dem Langzeit-Blog, beschäftigen wir uns näher mit der Zyklen-Forschung!

Hitzesommer-Zyklus voll erfüllt!

Der 36-Jahres Hitzesommer-Zyklus, der schon mindestens seit mehr als 100 Jahren existiert (als Warmsommer-Zyklus sogar schon seit über 200 Jahren), hat auch im Jahr 2019 wieder voll zugeschlagen. Der Sommer 2019 wurde mit 3 K Abweichung zum Mittel 1961-1990 einer der wärmsten Sommer jemals. Auch der Hitzesommer 2018 war schon auf einen Zyklus zurück zu führen (12-Jahres Hitzesommer-Zyklus), ebenso wie der Hitzesommer 2003 (28-Jahres Hitzesommer-Zyklus).
Der 36-Jahres Zyklus würde das nächste Mal 2055 zuschlagen, und durch den Klimawandel möglicherweise sogar noch in deutlich stärkerer Form.

17. Juli 2019

Willkommen!

Willkommen auf dem Langfrist-Wetter-Blog! In unregelmäßigen Abständen werde ich hier versuchen, Prognosen über das Wetter der kommenden Monate zu erstellen. Natürlich sind alle Angaben ohne Gewähr, aber vielleicht kann sich der ein oder andere ja was abgucken ;-). Viel Freude auf dem Blog!